Brillenmaße richtig lesen

Auf deiner Brille steht 49, auf dem Wunschmodell 51. Bevor du es ausschließt: Was sagen diese Zahlen wirklich?

Brillenmaße richtig lesen

Eine 49 kann größer sein als eine 51.

Du hast eine schöne Fassung gefunden. Dann vergleichst du die Zahlen auf dem Bügel mit deiner alten Brille und hältst inne. Zu groß? Vielleicht. Aber diese drei Werte allein beschreiben nicht die Größe der ganzen Fassung. Klappen wir den Bügel auf.

Der kleine Code auf dem Bügel

Stell dir 49 □ 21 – 145 vor. Alles in Millimetern: 49 Glasbreite, 21 nominelle Stegweite und 145 Bügellänge. Das Quadrat trennt die Werte. Keine Geheimformel, sondern drei Teile desselben Gegenstands.

49

Glasbreite

Die horizontale Breite eines Brillenglases.

21

Stegbreite

Der nominelle Abstand zwischen den beiden Gläsern.

145

Bügellänge

Die Länge des Bügels bis zu seinem Ende.

Die Zahl, die fehlt

Die 49 misst ein Glas. Außen kommen Acetat, Ränder und die Verbindungen zu den Scharnieren hinzu. Deshalb kann eine kräftige Fassung mit 49 mm Glasbreite insgesamt breiter sein als eine feine Metallfassung mit 51.

Auch 49 + 49 + 21 ergibt nur 119 nominelle Millimeter für Gläser und Steg. Für das äußere Maß brauchst du die Breite der vollständigen Front. Die Rechnung stimmt; sie umfasst nur nicht alles.

Gleiche Stegweite, anderer Sitz

Zwei Fassungen mit Stegweite 21 können unterschiedlich auf der Nase aufliegen. Bei einer ist die Auflage aus Acetat geformt, die andere hat zwei Nasenpads. Sowohl die Sitzhöhe als auch die Gewichtsverteilung können sich unterscheiden.

Rutscht deine Brille, kann die sofortige Suche nach einer kleineren Zahl in die falsche Richtung führen. Die Form der Auflage zählt. Der Optiker prüft, ob eine Anpassung oder ein anderer Steg hilft.

145 Millimeter, die Biegung eingeschlossen

Die Bügellänge folgt dem gesamten Verlauf bis zum Ende. Eine gerade Messung vom Scharnier zum Ohr ergibt eine andere Strecke: Dazwischen liegt die Biegung.

Nimm die alte Brille als Vergleich und achte auf dein Gefühl. Druck an den Schläfen, Beschwerden hinter den Ohren oder ständiges Rutschen sagen ebenso viel wie die aufgedruckte Zahl.

Und wenn die Schrift verschwunden ist?

Jahre des Tragens können gerade diese Zahlen abreiben. Such den Modellnamen und fotografiere die übrigen Zeichen. Oft lässt sich damit das Datenblatt finden; prüfe auch die Größenvariante.

Mit einem Lineal kannst du die Front von Außenkante zu Außenkante messen, ohne sie zu biegen. Notiere das als ungefähre Gesamtbreite. Daraus ergeben sich allerdings nicht automatisch Glasbreite, Stegweite und Bügellänge.

Jetzt kannst du gezielter fragen

„Ich trage 49“ ist ein Anfang. „Diese sitzt gut, aber ich möchte ein niedrigeres Glas“ hilft bereits viel mehr. Verbindest du Zahlen und Tragegefühl, wird die Suche einfacher.

Unser Vergleich von Pica, Posh und Corbs macht die Unterschiede sichtbar. Zu den Auflagepunkten geht es im Passform-Ratgeber weiter. Andere Zahlen können trotzdem einen Versuch wert sein.

Die OCCHIO-Auswahl

Zurück zu der Fassung, die dir gefällt.

Kehre zu der Fassung zurück, die du wegen anderer Zahlen ausgeschlossen hast. Vergleiche die Maße, entdecke die Farben und wähle die Brille, die du morgen tragen möchtest.

Eine Frage zu den Maßen? Frag OCCHIO

OCCHIO! Journal

Neuheiten, bevor sie ins Schaufenster kommen.

Eine E-Mail, wenn eine Kollektion oder ein nummeriertes Stück eintrifft, sonst nichts. Abonnenten erhalten 10 % auf die erste Bestellung zum vollen Preis.

Mit der Anmeldung akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung.