So wählst du eine Korrektionsbrille
Vielleicht ist deine nächste Brille die, die du fast auf dem Tablett liegen gelassen hättest. Eine Anprobe zwischen erstem Zweifel und „Das bin ich“.

„Schön. Aber steht mir das?“
Du nimmst die Fassung, die dir im Regal so gut gefiel. Vor dem Spiegel zögerst du. Dann probierst du das fast übersehene Modell. Du gehst näher heran, lächelst. Und setzt es noch einmal auf. So beginnt eine Entscheidung oft.
Bring deine alte Brille mit
Deine Brille weiß schon etwas über dich. Vielleicht magst du sie, wünschst dir aber eine andere Farbe. Oder du schiebst sie zwanzigmal täglich die Nase hinauf. Beginne mit einem Detail, das bleiben soll, und einem, das du gerne loswärst.
Erlaube dir dann einen Umweg. Bisher immer schwarze Rechtecke? Probiere eine Rundung oder helles Acetat. Vielleicht bestätigt sich dein Geschmack. Vielleicht war er inzwischen Gewohnheit.
Zwei Arten, den Blick zu verändern

Die Cat-Eye-Form
Prairie · AHLEM
Prairie Burgundy steigt zu den Schläfen hin an. Diese kleine Cat-Eye-Bewegung verändert den Ausdruck. Das Bordeaux wird im Licht heller oder dunkler. Probiere die Fassung zu deinem üblichen Hemd oder Pullover. Dort zeigt sich, ob die Veränderung zu dir passt.
Prairie Burgundy entdecken
Die horizontale Linie
Argo · AKONI
Argo Black zieht die Form zu den Schläfen: Acetatfront, Metallsteg, Titanbügel. Leg ihn neben Prairie. Zum selben Outfit tritt kräftiges Schwarz an die Stelle von Bordeaux, eine waagerechtere Linie an die Stelle des Cat-Eye. Welche Fassung fühlt sich schon nach dir an?
Argo Black entdeckenDie Form gefällt? Probiere eine andere Farbe
Schwarz zeichnet eine klare Kontur. Havanna unterbricht sie mit Bernstein- und Brauntönen. Transparentes Acetat lässt den Hautton durchscheinen. Am selben Modell kann der Unterschied überraschen.
Vergleiche die Varianten im gleichen Licht. So erkennst du, ob es die Form war oder genau dieses Bordeaux.
Die Gesichtsform zählt, entscheidet aber nicht
Ein rundes Gesicht gewinnt an Charakter durch eine Kante oder ein leicht angedeutetes Cat-Eye; ein eckiges Gesicht wird durch eine runde oder ovale Form weicher; ein langes Gesicht verlangt eine hohe Fassung, die es ausfüllt; einem herzförmigen Gesicht mit breiter Stirn und schmalem Kinn steht eine leichte Linie mit tiefem Steg. Hohe Wangenknochen tragen eine Front, die weiter oben aufliegt.
Das sind Hinweise, keine Regeln: In den Ratgebern für runde Gesichter, eckige Gesichter, lange Gesichter und im allgemeinen Ratgeber zur Gesichtsform findest du die passenden Modelle. Dann zurück zum Spiegel: Er entscheidet.
Geh einen Schritt zurück
Aus der Nähe prüfst du den Steg. Mit Abstand siehst du dich selbst. Tritt vom Spiegel zurück, dreh den Kopf und betrachte die Brille mit deiner Kleidung. Du verbringst den Tag schließlich kaum regungslos direkt vor dem Spiegel.
Wechsle online zwischen Front- und Seitenansicht. Die Dicke kann den ersten Eindruck verändern. Fotos sind nicht maßstabsgetreu; nutze dafür die Maße. Merk dir zwei oder drei Favoriten aus unseren Korrektionsbrillen.
Lass sie beim Sprechen auf
Lächle, schau nach unten, dreh den Kopf. Heben die Wangen die Fassung an oder drückt es an den Schläfen, sag es dem Optiker. Manche Auflagepunkte lassen sich anpassen, andere verlangen eine andere Fassung.
Die passende Brille soll sich auch gut anfühlen, wenn du sie nicht mehr betrachtest. Eine kleine Druckstelle zählt nach einem ganzen Tag umso mehr.
Vor dem Ja kommen die Gläser
Aus der Fassung muss deine fertige Brille werden. Sehstärke, Zentrierung und Maße solltest du gemeinsam mit dem Optiker betrachten. Auch das Angebot muss die benötigten Gläser enthalten.
Bring deine Verordnung und die alte Brille mit. Online hilft unser Ratgeber zu Brillenmaßen bei der Vorbereitung. Den Rest finden wir gemeinsam heraus, ausgehend von der Fassung, die dich zum Lächeln gebracht hat.