Kuboraum: die Ideen hinter den Masks

Kuboraum K5 Black Matt

Ein Raum, den du im Gesicht trägst.

Zuerst bleibt dein Blick an einer Form hängen. Ein aufsteigender Winkel, ein scheinbar schwebender Steg, eine Farbe im Acetat. Dann setzt du die Fassung auf und deine Aufmerksamkeit wandert: Du siehst deinen eigenen Ausdruck. In diesem Übergang vom Gegenstand zur Person beginnt die Geschichte von Kuboraum.

Berlin, eine Galerie, eine andere Idee von Brillen

Livio Graziottin und Sergio Eusebi begegneten sich 2009 bei einer Vernissage in Berlin. 2011 entstanden die ersten fünf Modelle; im Februar 2012 begann das Projekt. Ein ehemaliges Postamt, das zur Galerie geworden war, bot Raum für das Zusammenspiel von Berliner Kreativität und italienischem Handwerk.

Kuboraum nennt seine Fassungen Masks. Die Maske wird als persönlicher Raum gedacht, als kubisches Zimmer, in dem die eigenen Identitäten Platz finden. Zu den vom Label genannten Bezugspunkten zählen monumentale und organische Architektur, der Körper, das Spiel und die Verwandlung.

Hier kann unser Blick ansetzen. Einer Kante folgen, einen Zwischenraum wahrnehmen, beobachten, wie Licht auf eine Oberfläche fällt: Kleine Entdeckungen machen die Auswahl persönlicher.

Unser Blick · Cat-Eye

K5: der Charakter einer Linie

Beim K5 Black Matt zieht sich die obere Kante zu den Schläfen hin. Acetat gibt der Cat-Eye-Kontur Volumen. Das matte Schwarz lässt den Umriss hervortreten, ohne durch starke Reflexe abzulenken.

Uns interessiert dieses Gleichgewicht: Aus der Entfernung siehst du eine klare grafische Form; aus der Nähe zeigen sich Stärke und Tiefe. Wenn du Fassungen magst, die deinem Blick Rhythmus geben, beginne hier. Betrachte sie auch schräg von vorn: Dort wird die Linie zum Volumen.

Entdecke K5

Unser Blick · Geometrie

Q8: Geometrie gewinnt Wärme

Beim Q8 Tortoise trifft eine Schildpattzeichnung auf eine markante rechteckige Front. Dunklere Partien zeichnen die Ränder nach; bernsteinfarbene Übergänge machen die Tiefe des Acetats sichtbar.

Die Farbe verändert hier die Wahrnehmung der Form. Die Geometrie bleibt präsent und erhält Nuancen, Wechsel und Details, zu denen der Blick zurückkehrt. Eine Richtung für alle, die eine auffällige Fassung und warme Farbtöne mögen.

Entdecke Q8

Unser Blick · Aviator

P31: der Zwischenraum gestaltet mit

Beginne beim Doppelsteg des P31 Tortoise. Der Abstand zwischen seinen beiden Elementen ist ebenso wichtig wie das Acetat darum: Er öffnet die Front und gibt der Aviator-Silhouette einen eigenen Rhythmus.

Die vom Label vorgestellte Tortoise-Version kombiniert havannafarbene und grüne Bügel mit orange-grünen Verlaufsgläsern. Folge dem Übergang von der Front zur Seite: Die Farbe setzt sich an den Bügeln fort. Für OCCHIO wirkt diese Fassung wie eine kleine Architektur, die man aus wechselnden Blickwinkeln entdeckt.

Entdecke P31

Hydromechanics · Wasser und Mechanik

H61: die Form findet Bewegung

Bei der Serie Hydromechanics, zu der H61 gehört, benennt Kuboraum die Inspiration ausdrücklich: den Dialog zwischen Wasser und Mechanik. Er wird in randlosen Fassungen mit mehrfach gelenkig verbundenen Stegen und Scharnieren umgesetzt.

Das Design lässt den Gläsern Raum und macht die Verbindungen sichtbar. Entlang der kleinen Gelenke wandert der Blick von einem Teil zum nächsten. So entsteht Präsenz durch offene Flächen und Verbindungen. Der Vergleich mit dem schwarzen Volumen des K5 zeigt, wie vielfältig die Formensprache des Labels sein kann.

Entdecke H61

Wenn Farbe aus einem Kunstwerk entsteht

Manchmal lässt sich der Ursprung einer Farbpalette genau benennen. Für die Zusammenarbeit mit dem Berliner Museum Hamburger Bahnhof bezieht sich Kuboraum auf die Lichtinstallation von Dan Flavin, die 1996 an der Fassade eingeweiht wurde: blaues und grünes Neon in der Loggia und den Durchgängen.

Dieser Bezug gilt für die Varianten der Hamburger-Bahnhof-Kapsel. Sie zeigen beispielhaft, wie das Label arbeitet: Eine Raumerfahrung wird zur Farbe und findet ihren Weg in ein tragbares Objekt.

Ocean Cage: von der Bühne zur Mask

Für ASIANDOPEBOYS × Kuboraum bildet eine Performance den Ausgangspunkt. Tianzhuo Chen entwickelt sechs Masks aus der visuellen und symbolischen Welt von Moyang & Seaman, das mit dem Tänzer und Choreografen Siko Setyanto entstand und 2026 in Venedig gezeigt wurde.

Die Fassungen übertragen Farben und Gesten der Bühne auf ihre Oberflächen. Von Hand aufgetragene Emaille hinterlässt Unterschiede zwischen den einzelnen Exemplaren; glänzende Oberflächen lassen das Design mit dem Licht spielen.

F5 The Cage verbindet Violett und Rot mit violetten Gläsern. X6 Fire Walk With Me setzt auf eine Basis in Black Shine und hellrosa Gläser. Zwei verschiedene Zugänge zu derselben Ideenwelt, die sich nebeneinander entdecken lassen.

Die Geschichte geht im Journal über Ocean Cage weiter. Die Fassungen findest du in unserer Auswahl an Kuboraum Kapseln und Sondereditionen.

Und jetzt zurück zu deinem Blick

Ein bekannter Bezugspunkt verändert das Sehen. Der Doppelsteg wird zum Raum, ein Scharnier erzählt von Bewegung, eine Farbe erinnert an anderswo gesehenes Licht. Dann kommt der einfachste Schritt: sich die Brille im eigenen Alltag vorzustellen.

Beginne mit dem Detail, das dir im Gedächtnis geblieben ist. Betrachte die ganze Fassung, ihr Profil und ihre Auflagepunkte im Gesicht. Wenn du immer wieder zu ihr zurückkehrst, lohnt sich eine Anprobe. Die gelesene Geschichte kann der Anfang sein; beim Tragen fügst du den Rest hinzu.

Eine Mask auswählen: Form und Passform

Vergleiche zwei oder drei Modelle. Achte darauf, wie viel Raum sie im Gesicht einnehmen, wo die obere Kante verläuft und wie der Steg aufliegt. Farbe und Materialstärke können ähnlichen Formen eine ganz andere Wirkung geben.

Orientiere dich an Glasbreite, Stegbreite und Bügellänge. Die Glasbreite bezeichnet ein einzelnes Glas, nicht die gesamte Fassung. Nutze eine gut sitzende Brille als Vergleich und lies den OCCHIO Ratgeber zu Brillenmaßen. Unser Team hilft dir bei Fragen zur Variante und zur Passform.

Quellen und Bezugspunkte

Ursprünge und gestalterische Bezüge: Kuboraum · Project. Erklärte Inspirationen: Hydromechanics, Hamburger Bahnhof, F5 The Cage und X6 Fire Walk With Me. Die Formbetrachtungen zu K5, Q8 und P31 sind redaktionelle Interpretationen von OCCHIO. Fotografien aus unserer Auswahl; Farben und Oberflächen beziehen sich auf die jeweils genannte Variante.

K5 Black Matt · P31 Tortoise

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Beginne mit den Formen, die dich ansprechen. Vergleiche in Ruhe Fotografien, Varianten und Verfügbarkeit in der Auswahl von OCCHIO.

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